LeseMaus im Buecherhaus

Unheimlicher Stillstand

Vakuum - Antje Wagner
Der erste Satz: „Die Sirene heulte los.“
 
Das Äußere: Das Hardcover-Buch zeigt auf dem Cover zwei schattenhafte Gestalten, die von einer Art Nebel umgeben sind. Im Hintergrund ist ein helles Licht zu sehen, das die Szene gespenstisch beleuchtet. Das Cover passt haargenau zum Inhalt, auch wenn es auf den ersten Blick unglaublich düster wirkt.
 
Das Innere: Fünf Jugendliche, jeder von ihnen hat ein anderes Ziel: da ist die scheinbar toughe und doch empfindsame Kora, die im Gefängnis sitzt und die Tage möglichst unbeschadet hinter sich bringen will, der gewissenhafte Hannes, der jeden Abend wie unter Zwang zu einem Golfplatz fährt, die kränkelnde Tamara, die ihre leiblichen Eltern sucht, und die Geschwister Alissa und Leon, die mit ihren Freunden eine Nacht draußen verbringen wollen. Alle geraten um genau 15:07 des 7. August in dieselbe gespenstische Situation: die Zeit bleibt stehen. Und aus dem Nebel kommt das Grauen…
 
Das Wesentliche: Fünf Jugendliche, und alle stehen aufgrund einer Situation in ihrer Vergangenheit irgendwie schräg im Leben. Direkt zu Beginn des Romans gibt uns Antje Wagner einen Einblick in jeden der Charaktere. Jeder der Fünf – Kora, Hannes, Tamara, Alissa und Leon – ist sehr fein gezeichnet, so dass man nach kurzer Zeit schon das Gefühl hat, sie sehr gut zu kennen. 
 
Jeder von ihnen hat ein großes Geheimnis, das sie zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Im Laufe des Buches erfährt man als Leser natürlich mehr darüber, doch hier wird nie mit der Tür ins Haus gefallen, sondern erst nach und nach behutsam aufgedeckt, was den einzelnen ausmacht. Dies geschieht so professionell, dass man es fast nicht aushält eine der Personen wieder für ein paar Seiten verlassen zu müssen, um sich auf eine andere – auf den Folgeseiten – einzulassen.
 
Da ist z. B. direkt zu Beginn Kora, die für zwei Jahre im Jugendgefängnis in Schwäbisch Gmünd gefangen ist. Eindringlich schildert Antje Wagner, wie Kora die Zeit im Gefängnis empfindet. Man spürt förmlich, wie Kora die Decke auf den Kopf fällt und wie die Wände ihres Gefängnisses sich immer enger um sie schließen. Koras einziger Lichtblick ist neben ihrer Ausbildung zur Malerin und Lackiererin der tägliche Hofgang. Während einem dieser Hofgänge gerät Kora irgendwie zwischen die Zeit, und auf einmal sind alle um sie herum verschwunden.
 
Dies passiert nach und nach auch den anderen vier Jugendlichen. Daher umfasst der Einstieg in den Roman nicht nur die Einführung der Charaktere, sondern mit jeder Vorstellung kommt auch die seltsame Situation zwischen den Zeiten, also das Vakuum, ein Stück näher. Diese Art Vakuum hat mir beim Lesen immer wieder eine Gänsehaut verursacht. Allein die Vorstellung, dass auf einmal alle Lebewesen um einen herum verschwunden sind, ist ziemlich gruselig. Dabei erzeugt die Autorin aufgrund ihres an vielen Stellen sehr bildhaften Sprachstils zusätzlich eine enorm beklemmende Atmosphäre, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
 
Glücklicherweise treffen die Jugendlichen später aufeinander, wobei hier auf geheimnisvolle Weise jemand von außen die Hand im Spiel zu haben scheint. Mehr als einmal geraten die Fünf in eine gefährliche Situation, bis man als Leser total verwirrt ist und nicht mehr glaubt, dass sich die seltsamen Vorgänge überhaupt durch irgendetwas erklären lassen. Das fand ich richtig genial, und auch die Auflösung, von der ich natürlich nichts verraten werde, hat mir sehr gut gefallen.
 
Das Fazit: Ein grandioser Roman, sowohl von den Charakterzeichnungen als auch vom Handlungs- und Spannungsaufbau her. Antje Wagner zeichnet ein so faszinierendes wie auch verstörendes Bild eines Stillstands in der Zeit, dass der Leser in jeder Minute zwischen den Seiten des Buches gefangen ist. Ich bin sicher, auch ihr werdet nicht aufhören können zu lesen.
 
Die Bewertung: 5 von 5 Sternen
Quelle: http://lesemausimbuecherhaus.blogspot.de/2013/02/rezension-vakkum-von-antje-wagner.html
"Der Weg hier hieß Kastanienweg. Aber es gab keine Kastanie weit und breit, die ihre Stachelbälle in die öden Tage warf [...]"
Vakuum - Antje Wagner

Seite 11 der Hardcover-Ausgabe

Gelungener Serial-Auftakt mit viel Potenzial für die Zukunft

Unerwünscht: Bd. 1 der Serie fünfzehn - Sylvia M. Dölger
Der erste Satz: „Boah, stank Ben aus dem Mund.“

Das Äußere: Das Cover zeigt im Pop-Art-Stil drei Jugendliche, zwei Mädchen und einen Jungen, die den Betrachter anblicken. Ein Logo, gestaltet aus den Vornamen der drei Hauptprotagonisten, dient als Markenzeichen dafür, das Serial auch in Zukunft auf Anhieb wiederzuerkennen. Ein schönes, neutrales Cover, es passt gut zum E-Book.

Das Innere: Ally ist eine typische 15-jährige und lebt mit ihrer Mutter und zwei kleinen Geschwistern zusammen. Mit ihren beiden besten Freunden Isi und Mic versteht sich Ally blendend. Außerdem ist sie frisch verliebt in Greg, den amerikanischen Austauschschüler. Sie könnte also ein ganz normales Leben führen, wenn nicht etwas geschehen wäre, das Allys ganzes Leben auf den Kopf zu stellen droht…

Das Wesentliche: Der Einstieg ins Buch fesselt sofort: Es beginnt mit einer Szene, in der Ally von einem Jungen an ihrer Schule bedrängt wird. Glücklicherweise stellt sich dies nur als nächtlicher Albtraum heraus, und Ally startet in einen (fast) normalen Schultag. Hier kann man Ally erst einmal begleiten und ihre Freunde Isi und Mic und ihre noch recht frische Liebe Greg, den amerikanischen Austauschschüler, kennen lernen.

Und der Leser wird direkt mit Allys schwerwiegendem Problem konfrontiert: ihre Periode ist ausgeblieben. Das junge Mädchen ist dementsprechend einem ziemlichen Wechselbad der Gefühle ausgesetzt, dessen Schilderung von der Autorin sehr gut umgesetzt wurde. Isi ist Allys Vertraute in dieser Situation, die sie auch bitter nötig hat, denn die Beziehung zwischen Ally und ihrer Mutter scheint nicht unbedingt von Vertrauen und Offenheit geprägt zu sein. Aber auch Isi scheint eine Art Geheimnis zu verbergen, denn auch sie steht ihrer Freundin nicht durchgängig zur Seite. Mit diesen kleinen Andeutungen hat die Autorin einige offene Fäden direkt in den ersten Teil des Serials eingewoben, die sicher im Laufe der Zeit – und im Laufe der weiteren Bücher – wieder aufgegriffen werden.

Auch in diesem Buch habe ich direkt Sylvia M. Dölgers Schreibweise wiedererkannt. Die Autorin legt ein Augenmerk auf kurze und unkomplizierte Sätze, durch die man in meinen Augen als Leser näher an die Geschichte heranrücken kann. Mir erscheinen dadurch die Handlungs- und Denkweisen der Protagonisten lebensnaher und nachvollziehbarer – das mag ich!

Leider ist dieser Teil des Serials mit seinen nur 46 Seiten allzu schnell gelesen. Ein paar Seiten mehr hätten mir gerade am Ende gut gefallen, denn momentan ist der Schluss für meinen Geschmack etwas zu abrupt.

Das Serial „fünfzehn“ soll mehrere Bände umfassen, in denen jeweils ein anderer Protagonist im Vordergrund stehen wird. In Band 2 wird Mic die Hauptrolle spielen – darauf freue ich mich schon, ist er doch als Charakter in diesem Buch noch etwas in den Hintergrund gerückt. Ich bin jedenfalls gespannt auf die nächsten Bücher aus der Reihe und freue mich auf die Schilderung weiterer, sicher ebenso kontroverser Themen aus dem Leben der Jugendlichen.

Das Fazit: Mir hat dieser Teil des Serials „fünfzehn“ gut gefallen. Das E-Book lässt sich leicht und schnell lesen, und durch die typische Schreibweise der Autorin steckt man auch sofort mittendrin in der Geschichte. Der Leser fiebert durchgängig mit Ally mit, nur ein etwas abruptes Ende trübt den Lesegenuss am Schluss ein kleines bisschen. Ansonsten: Top!
 
Die Bewertung: Vier von fünf Sternen
Quelle: http://lesemausimbuecherhaus.blogspot.de/2013/01/rezension-unerwunscht-bd-1-von-sylvia-m.html

Das Sonderdezernat Q ermittelt wieder

Verachtung - Jussi Adler-Olsen, Hannes Thiess
Der erste Satz: "Fast hätte sie sich ganz diesem Gefühl hingegeben."
 
Das Äußere: Auf dem Cover ist eine blutige Schere zu sehen – nicht unbedingt ein Indikator für den Inhalt des Buches, dennoch passt das Äußere zu den übrigen Romanen. Der einzige Nachteil: Dieser vierte Fall für das Sonderdezernat Q ist als Hardcover erschienen, die ersten drei Bücher jedoch nur als Klappbroschur in der DTV Premium-Ausgabe. Für Sammler ist dieser äußere Bruch im Bücherregal nicht ganz so schön.
 
Das Innere: Im Jahr 1987 sind sechs Personen vermisst gemeldet und nie gefunden worden – das Sonderdezernat Q rund um Carl Morck stößt durch Zufall auf das Verschwinden von Rita Nielsen, eine der verschwundenen Personen, und bringt diesen Fall mit den weiteren in Verbindung. Nete Hermansen ist die Frau im Zentrum dieser Vermisstenfälle, denn sie ist diejenige, die sich für ihre verdorbene Kindheit und Jugend an allen Beteiligten grausam rächt. Wird es Carl Morck und seinem kleinen Team im Jahr 2010 gelingen, alle einzelnen Puzzleteile so zusammenzutragen, dass sich ein Gesamtbild ergibt und Nete Hermansen im Nachhinein überführt werden kann?
 
Das Wesentliche: Das Buch überzeugt durch eine konsequente Handlungsführung – da sind einerseits Carl Morck und sein Team aus Rose und Assad, die den Geschehnissen der Vergangenheit nach und nach auf den Grund gehen. Auf der anderen Seite ist da Nete Hermansen, die Frau, die Rache nimmt an allen, die ihr in ihrem Leben ein Leid angetan haben. Der Leser weiß also bereits zu Beginn des Romans, wer die Täterin ist – eigentlich müsste ein solches Buch doch langweilig sein. Aber weit gefehlt: das geschickte Verweben der beiden Handlungsstränge – die Schilderungen von Netes Vergangenheit und ihren Morden mit den Ermittlungen von heute – machen die spezielle Spannung dieses Kriminalfalls aus.
 
Dabei ist das zugrunde liegende Thema kein Leichtes: die Entmündigung junger Frauen in Dänemark und die Einweisung in die Anstalt auf der Insel Sprongo im großen Belt. Themen wie Zwangssterilisation sind nicht nur im Deutschland des Dritten Reichs an der Tagesordnung gewesen, sondern tatsächlich auch in Dänemark, und das wohl bis in die 60er Jahre hinein. Dieser furchtbaren Situation ist auch Nete Hermansen ausgesetzt gewesen, so dass ihre Wut und ihre Rachegefühle gut nachvollziehbar sind, auch wenn man ihre Taten natürlich trotz allem nicht gutheißen kann. Nete ist ein verletzliches Mädchen, das erst als junge Frau gelernt hat, dass es auch Menschen gibt, die ihr wohlgesonnen sind – ihr Lebensweg wird vom Autor so spannend und gleichzeitig mit einer beklemmenden Unausweichlichkeit beschrieben, dass man an den Seiten klebt, obwohl die von Jussi Adler-Olsen servierte Lesekost durchaus nicht einfach zu verdauen ist.
 
Der Leser erfährt zudem auch in diesem vierten Fall wieder etwas mehr aus dem Privatleben von Carl Morck, der mit seinem Stiefsohn, seinem ehemaligen, aufgrund einer Schussverletzung gelähmten Arbeitskollegen und einem schwulen Mitbewohner zusammenlebt. Diese seltsame Wohngemeinschaft erweist sich in diesem Buch einmal mehr als eine Gruppe, die zwar irgendwie skurril erscheint, aber doch füreinander da ist, wenn es darauf ankommt.
 
Wer die vergangenen Fälle rund um das Sonderdezernat Q kennt, wird wissen, dass Carl Morck in Rose eine Mitarbeiterin mit einem begnadeten Händchen für detaillierte Recherchen hat und deswegen über das eine oder andere Geheimnis, das seine Mitarbeiterin umgibt, hinwegsieht. Assad, Carl Morcks Mitarbeiter ohne eigene Polizeimarke, ist auch in diesem Buch aufgrund seiner oft spontanen Ermittlungsaktivitäten wieder eine Überraschung. Assads Herkunft und Vergangenheit bleiben aber weiterhin im Dunkeln, so dass ich davon ausgehe, dass wir noch einige Fälle mit dem bewährten Team lesen werden.
 
Übrigens würde ich jedem empfehlen, der die Reihe noch nicht kennt, mit dem ersten Band „Erbarmen“ zu beginnen. Ich hatte das Gefühl, dass die Anspielungen auf die Vergangenheit der verschiedenen Hauptcharaktere in diesem Buch besser zu verstehen wären, wenn man die Vorgängerbücher kennt.
 
Das Fazit: Auch der vierte Fall für das Sonderdezernat Q besticht wieder durch eine überzeugende Handlungsführung. Trotz der Tatsache, dass der Täter bereits zu Beginn bekannt ist, gelingen Jussi Adler-Olsen auch hier einige Wendungen, mit denen der Leser niemals gerechnet hätte. Meisterhaft bringt der Autor alle Handlungsstränge so zusammen, dass sich ein rundes Bild ergibt – ein fabelhafter Kriminalroman.
 
Die Bewertung: Vier von fünf Sternen 
Quelle: http://lesemausimbuecherhaus.blogspot.de/2013/01/rezension-verachtung-von-jussi-adler.html

Spannender Zauber gegen alle Regeln

Der letzte Zauberlehrling (Der letzte Zauberlehrling, #1) - Gerd Ruebenstrunk
Der erste Satz: „Der letzte Tag meines alten Lebens begann nicht anders als ungezählte Tage vorher.“
 
Das Äußere: Unter einer Brücke durch geht ein Junge auf Paris zu – er hat einen Koffer in der Hand und scheint etwas zögernd auf einen neuen Abschnitt seines Lebens zuzugehen. Ein ohnehin schon schönes Motiv, das durch den silbern glänzenden Titel und zahlreiche glitzernde Sterne am Pariser Nachthimmel noch eindrucksvoller wird.
 
Das Innere: Humbert möchte Zauberer werden und für diesen Zweck die Zauberakademie besuchen. Lange Jahre war er bereits in der Ausbildung bei Gordius, einem Zauberer des fünften Grades. Um weiter zu kommen, muss er nun als nächsten Schritt bei einem Zauberer höheren Grades in die Lehre gehen. Da Gordius sein Ende nahen sieht, schickt er Humbert auf die Reise nach Paris, um dort auf dem alljährlichen Ball der Zauberer einen neuen Lehrer zu suchen. Humbert macht sich auf den Weg in die Großstadt, doch dort erwartet ihn Schlimmes: Pompignac, ein Pariser Unternehmer, ist dabei, die Zaubersprüche aller Zauberer aufzukaufen, um diese eigenständig vermarkten zu können. Ob Humbert dennoch einen neuen Lehrherrn finden und sich gegen die Machenschaften Pompignacs behaupten kann?
 
Das Wesentliche: Direkt zu Beginn des Romans wird Humbert von seinem alten Meister Gordius in das aufregende und auch gefährliche Leben der Pariser Großstadt katapultiert. Es ist schön zu lesen, wie sich Humbert nach und nach diese für ihn so neue Welt erobert. Er macht dabei nicht nur Bekanntschaft mit hilfsbereiten, angenehmen Zeitgenossen, sondern auch mit finsteren Gestalten und der Obrigkeit, die sich auf die Seite Pompignacs geschlagen hat.
 
Dieser Pompignac ist ein gefährlicher Mann: er hat es sich zum Ziel gemacht, alle Zaubersprüche einzusammeln, vorgeblich, um diese dadurch einem größeren Publikum zugänglich machen zu können. Das Vorhaben scheint auch zunächst zu gelingen, doch als Diebstähle mit Hilfe des Unsichtbarkeitszaubers und sprechende Haustiere auf den Straßen von Paris überhand nehmen, kommt auch in der Öffentlichkeit langsam Kritik gegen Pompignacs Unternehmen auf. Und Pompignac wäre nicht der Bösewicht im Roman, wenn er nicht noch Schlimmeres im Sinn hätte: er will die Welt beherrschen.
 
Da wird recht schnell klar, dass Humbert nicht nur ein einfacher Zauberlehrling bleiben und die Augen vor der Situation verschließen kann. Doch bis es so weit ist, muss Humbert sich erst selbst darüber klar werden, was ihm im Leben wichtig ist. Ich fand es sehr angenehm, dass er sich nicht sofort wie ein großer Held ins Abenteuer stürzt, sondern im Gegenteil erst einmal das Für und Wider abwägt.
 
Humbert und seine Freunde wurden in meinen Augen im Laufe des Buches zu einer überzeugenden Gemeinschaft. Ich vermute, das liegt an der geschickten Schreibweise des Autors, der die Dialoge so lebendig geschrieben hat, dass man sich fühlt, als wäre man selbst dabei. Dabei ist es jedoch bei weitem nicht so, dass die geschilderten Beziehungen zwischen den Protogonisten ohne Reibereien wären. Im Gegenteil: der eine oder andere aus Humberts Umfeld hat selbst ein Geheimnis in petto, das sich bis zum Ende des Romans auch nicht unbedingt vollständig lüftet.
 
Mein persönliches Highlight im Buch war Lothar, das einzige Werhörnchen seiner Art. Er ist eine eigentümliche Mischung aus Eichhörnchen, Känguru und Hund und kann natürlich sprechen. Einige Kapitel sind ausschließlich aus der Sicht von Lothar verfasst, was eine weitere Sicht auf die übrigen Protagonisten ermöglichte und mich die eine oder andere vorgefasste Meinung über den Haufen werfen lies.
 
Ich mag Bücher, in denen der Hauptcharakter sich weiterentwickelt. Und ich mag Bücher, in denen die Protagonisten nicht immer nur an einem Ort bleiben. Beides ist hier der Fall, und so wird die abenteuerliche Reise des jungen Humbert gleichzeitig zu einer Reise zu seiner eigenen Bestimmung – toll gemacht! Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der phantastische und abwechslungsreiche Abenteuergeschichten liebt – er wird hier nicht enttäuscht werden.
 
Das Fazit: Ein tolles Buch, ganz bestimmt nicht nur für Kinder ab 12 Jahren. Sympathische Charaktere, überzeugende Freundschaften und gefährliche Feindschaften sorgen neben einer äußerst angenehmen Schreibweise sorgen für ein gleichermaßen flüssiges wie spannendes Lesevergnügen.

 

Die Bewertung: Vier von fünf Sternen

Quelle: http://lesemausimbuecherhaus.blogspot.de/2013/01/rezension-der-letzte-zauberlehrling-von.html